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Wir verabschieden Marianne Graf – eine lange Karriere bei der WVG geht zu Ende

Marianne Graf blickt auf ein außergewöhnliches Berufsleben zurück – in einem sonst von Männern dominierten Berufsfeld hat sie ihren Weg gefunden. Dieser Weg ging nun zu Ende und wir verabschieden Marianne in ihre wohlverdiente Arbeitsteilzeit. Der perfekte Zeitpunkt, um einmal auf ihre vielseitige Karriere bei der WVG zurückzublicken.

Die Karriere der Busfahrerin Marianne Graf begann am 20. August 1987 bei der Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) und markiert den Beginn einer außergewöhnlichen Berufslaufbahn in einem von Männern dominierten Feld. Pionierin Graf war erst die vierte Frau, die diesen Weg bei der WVG einschlug. „Zu diesem Beruf bin ich durch eine Umschulungsmaßnahme gekommen, da ich mich schon immer gerne Auto gefahren bin - und dann auch mal die "Großen " fahren wollte. Als Busfahrerin fand ich immer den Kontakt zu den Fahrgästen besonders toll“ berichtet Marianne Graf.

Ihre Rolle erweiterte sich bald über das Fahren hinaus, als sie zwischen 1987 und 1998 zusätzlich als Lehrfahrerin und Fahrausweisprüferin tätig wurde. In dieser Position konnte sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen an neue Generationen von Fahrern und Fahrerinnen weitergeben und gleichzeitig die Qualität und Sicherheit des Fahrdienstes zu gewährleisten.

Mit dem Wechsel zur Verkehrsmeisterin in der Leitstelle am 1. Februar 1998 begann ein neues Kapitel ihrer beruflichen Laufbahn. In dieser Funktion, die sie als erste und einzige Frau für beeindruckende 26 Jahre innehatte, übernahm sie eine Vielzahl von Aufgaben, die für den reibungslosen Ablauf des Verkehrsbetriebs essenziell sind. Diese Position verlangte nicht nur ein tiefes Verständnis für den Betrieb, sondern auch die Fähigkeit, schnell und effektiv auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren. Ihre Führungsrolle in einem solch dynamischen Umfeld zeugt von außergewöhnlichem Engagement und Kompetenz. „Da man sich auch weiterentwickeln will, habe ich immer Interesse an neuen Aufgaben gehabt. Mein Ziel war es dann aber als Verkehrsmeisterin zu arbeiten, weil das so ein abwechslungsreicher Beruf ist. Kein Tag ist gleich und es gibt immer wieder neue Herausforderungen. Wer so etwas mag und mit dem Schichtdienst gut zurechtkommt, dem kann ich das nur empfehlen“ erzählt Marianne Graf.

Darüber hinaus spielte Marianne Graf einige Jahre eine aktive Rolle im Betriebsrat. In ihrer Zeit bei der WVG hatte sie sieben verschiedene Chefs. Trotz der Herausforderungen und der oft anspruchsvollen Schichtarbeit ging sie stets mit Freude und Hingabe ihrer Arbeit nach. Ihre Laufbahn ist ein inspirierendes Beispiel für Beharrlichkeit, Leidenschaft und den unermüdlichen Willen, in einem anspruchsvollen Umfeld zu bestehen und zu gestalten. Ihre Geschichte ist ein Beitrag zur Gleichstellung und Vielfalt am Arbeitsplatz.

Ab jetzt ist Marianne Graf in der wohlverdienten Altersteilzeit und der Tag wird nicht mehr vom Dienstplan gestaltet, sondern sie gestaltet den Tagesablauf gemeinsam mit ihrem Ehemann, der übrigens auch viele Jahre bei der WVG tätig war. „Ich hatte ein tolles, aufregendes Arbeitsleben bei der WVG. Das Wichtigste ist aber glaube ich, dass ich immer total gerne zur Arbeit gegangen bin! Jetzt freue ich mich am meisten darauf viel Zeit mit meinem Mann verbringen zu können, mich mit meinem Enkel zu beschäftigen und meinen Hobbys wie Reisen, Sport, Lesen, Garten, mit Freunden treffen nachgehen und einfach das Leben genießen zu können“ fügt Marianne Graf abschließend hinzu.

Frau vor Bus
WVG
Marianne an ihrem letztem Tag

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